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Bonus - eine Grundwelle
Verbreitung und Diversifikation der Bonus-Systeme Hin zu einer grundlegenden Veränderung der Salärpolitik

Die Einführung variabler Entlöhnungssysteme, im allgemeinen Bonus-Systeme genannt, wird immer mehr zu einem Haupttrend der Unternehmensführung der Neunzigerjahre in der Schweiz.

Das Thema war schon in den Achtzigerjahren von Interesse. Arbeitsgruppen wurden gebildet, Konzepte ausgearbeitet, Projekte lanciert. Konkret eingeführt wurde allerdings wenig, ausser für Funktionen, die direkt mit dem Verkauf zu tun hatten und für das Top-Management. Die Situation hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Das Thema wird heute viel ernsthafter angegangen. Noch vor 5 Jahren hatten wahrscheinlich weniger als 5% der Firmen ein Bonussystem eingeführt. Heute sind es sicher drei bis vier mal mehr. Dieser Trend sieht also tatsächlich wie eine Grundwelle im heutigen Management aus.

Situationen, die ein Bonussystem auslösen
  • Übergang von einem geschützten Markt zum internationalen Wettbewerb, Reorganisation, Rationalisierung
  • Globalisierung der internationalen Märkte, Entwicklung eines Netzes von Zulieferern, Reorganisation
  • Starke konjunkturelle Turbulenzen, Verkauf-fördungs- und Kostensenkungsprogramme
  • Technologischer Wandel durch Informa-tisierung und Telematik, Restrukturierung
  • Neue Organisationsformen, die auf Gruppen-arbeit ausgerichtet sind
  • Starke finanzielle Krise, Restrukturierung, Salärreduktionen, Aktionsprogramme
  • Konsolidierungsaussichten nach einer langen Periode starken Wachstums, Anpassung der Salärpolitik

Sehr unterschiedliche Situationen können die Einführung eines Bonus-Systems auslösen. Die Darstellung auf der gegenüberliegenden Seite zeigt eine Reihe typischer Fälle von Unternehmen, die in jüngster Zeit variable Entlöhnungssysteme einführten. Das Gemeinsame an diesen Situationen ist zweifellos der Wandel. Auf ein turbulentes wirtschaftliches Umfeld antworten Unternehmensleitungen mit neuen Strategien und mit neuen Organisationsformen. In diesem Umfeld erscheint der Bonus als ein zweckmässiges Mittel, um die Verwirklichung neuer Leitlinien zu unterstützen. Je nachdem in welcher Situation sich das Unternehmen befindet, sind auch die anvisierten Ziele andere und damit auch die Prioritäten, die dem Bonussystem zugewiesen werden. Trotz verschiedenartigen Situationen tauchen immer wieder einige Schlüsselbegriffe auf: unternehmerische Haltung, Identifikation mit den Ergebnissen, Kostenflexibilität und Ankurbelung der Lohnpolitik.

Entsprechend ihrer Ausrichtung können Bonussysteme sehr unterschiedliche Ausprägungen haben. Aber viele Unternehmen erachten es heute als entscheidend, möglichst rasch ein konkretes System einzuführen, mit dem Ziel, Verhalten und Unternehmenskultur zu verändern. Unter diesem Gesichtspunkt kann der variable Anteil zunächst bescheiden sein, mit zunehmender Akzeptanz des Systems jedoch kontinuierlich wachsen.

Im letzten erschienenen Artikel skizziert das Cepec Handbuch Salärmanagement verschiedene Formen von variablen Entlöhnungen und stellt Beispiele von Unternehmen dar, die vor kurzem ein Bonussystem eingeführt haben. Das Cepec Consulting Service steht den Unternehmen ebenfalls zur Verfügung, um die Leitlinien eines Bonusprojekts zu definieren oder um eine Projektgruppe zu unterstützen.

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Bonus-System
(PDF: 28 Ko)

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