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Gleicher Lohn für Frau und Mann – so sie gleiche oder gleichwertige Arbeit verrichten
Massnahmen sind gefordert

Seit nunmehr 10 Jahren ist der Grundsatz der Gleichstellung - vor allem auch in Lohnfragen - in der Bundesverfassung verankert. Zahlreiche gesamtwirtschaftliche Studien weisen Lohnunterschiede zwischen 20 und 30 Prozent zu Lasten der Frauen aus. Solche Zahlen werden regelmässig publiziert und sind dadurch auch stark im Bewusstsein der Bürger verankert. Sehr viel weniger bewusst ist die Tatsache, dass diese relativ grossen Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern nur zu einem relativ kleinen Teil Ursache direkter Diskriminierung sind. Warum? Weil in diesen Werten die Durchschnittslöhne aller Frauen mit jenen aller Männer verglichen werden. Sobald wirklich gleiche oder gleichwertige Funktionen verglichen werden reduzieren sich die Unterschiede in den meisten Fällen auf deutlich tiefere Werte, die häufig nicht mehr die kritische Grösse von 5 % überschreiten.

Nicht zuletzt wegen der Auflagen des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen, sind Unternehmungen und Verwaltungen gefordert nachzuweisen, dass innerhalb ihrer Organisation keine Lohndiskriminierung erfolgt. Gemäss einer Umfrage der Zeitschrift Persorama überprüfen rund 75% der antwortenden Firmen die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern in ihrem Unternehmen. Der hierfür vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann angebotene Selbsttest des Bundes Logib erlaubt gemäss Fachleuten lediglich eine erste Abklärung der Unterschiede und muss – vor allem bei grösseren Differenzen – zwingend durch weitergehende vertiefte Analysen ergänzt werden.

Cepec verfügt über die Instrumente und die Erfahrung, um eine solche detaillierte Analyse durchzuführen. Im Bericht über die Pilotphase von Logib zur Umsetzung von Art. 8 Abs. 1 Bst. C des Bundesgesetzes über das öffentliche Beschaffungswesen vom Juni 2004 wird unsere Methode VisiSal als geeignetes Software-Tool für solche Analysen erwähnt. VisiSal erlaubt nicht nur, Lohnunterschiede festzustellen, sondern kennzeichnet auch die individuellen Fälle, bei denen Handlungsbedarf besteht.

Im neuesten Artikel des Cepec Handbuchs Salärmanagement wird eine Fallstudie dargestellt, bei der wir schrittweise von einer summarischen Betrachtung zu einer differenzierenden Analyse unter Berücksichtigung der Gleichwertigkeit der Arbeit (bzw. der zu vergleichenden Funktionen), der Erfahrung und der Leistung übergehen. Im Fallbeispiel reduziert sich dadurch die global errechnete Lohndifferenz von über 12% auf unter 5%. Trotz der relativ geringen Lohndifferenz besteht in bestimmten Bereichen Bedarf für korrektive Massnahmen. Diese Bereiche können mit dem Analyse-Tool identifiziert werden.

Wir stellen Ihnen unseren Know how und unsere Instrumente gerne zur Verfügung, wenn Sie daran gehen, die Lohnunterschiede in Ihrem Unternehmen zu untersuchen. Die Cepec-Methode ermöglicht es Ihnen

  • die Funktionsstufenstruktur in Ihrer Firma zu übernehmen oder anzupassen (Grundsatz gleichwertige Arbeit),
  • die Erfahrung und die Leistung der einzelnen Mitarbeitenden beim Vergleich zu berücksichtigen (Alter als Indikator für Erfahrung),
  • automatisch grafische Auswertungen und Listen zu erstellen.

Rufen Sie uns an, wenn Sie eine unverbindliche Kontaktnahme wünschen oder sich über die Cepec-Methode und Analyseinstrumente dokumentieren möchten.